Uni-Orientierungstage

Gestern und heute waren an der Universität die Orientierungstage. Diese hatten wir mit den ganzen Studenten des ersten Semestes zusammen.

Gestern wurden wir erstmal von allen möglichen Leuten begrüßt – vom Direktor, vom Dekan, von den verschiedenen Studiengangsleitern, … Alles in allem nicht sooooo interessant, da alle hauptsächlich davon geschwärmt haben, wie toll die uni doch ist. Danach gab es noch eine Vorstellung der „Hochschulkurse“, die man an der Universität neben dem Studium belegen kann. Ich habe mich für „internationale Küche“ voreingeschrieben, das heißt, dass es bisher noch keine Uhrzeit gibt, aber wenn es in meinen Stundenplan passt (am besten Donnerstags während ich 4h Mittagspause habe), dann werde ich wohl daran teilnehmen.

Heute war ersteinmal noch eine Einführung über die Uniregeln und über andere Angebote der Uni. Nachmittags wurden wir dann in verschiedene Gruppen aufgeteilt und haben ein Rally über den Campus gemacht, um diesen kennen zu lernen und auch mitzubekommen, wie die Bibliothek funktioniert und was man für einen Durchschnitt benötigt, um ins Ausland zu gehen. Dabei hat (natürlich) meine Gruppe den ersten Platz belegt und eine Tasse der Uni gefüllt mit Süßigkeiten gewonnen.

Auf dem Foto sieht man ein Gebäude der Universität, insgesamt sind es 15-20. Man kann aber gut sehen, dass es zwischen den Gebäuden schön viel Grünfläche gibt, auf denen man gut Pause machen kann (wenn die Sonne einmal scheint). Leider habe ich bisher noch nicht so viel gutes Wetter abbekommen und die Temperaturen sind leider auch nicht sonderlich hoch und wenn es einmal über 20° hat dann geht leider ein starker Wind.

 

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Wie klein die Welt doch ist

Am Donnerstag war ich hier in Bogotá auf der „Feria de las Colonias“ – eine Messe, von der es hieß: „Entdecke Kolumbein an einem Tag“. Es war zwar ganz schön, jedoch war es hauptsächlich dazu da, dass man Produkte von irgentwo in Kolumbien kauft. Leider habe ich auch zwischen den verschiedenen „Bundesländern“ nicht unbedingt unterscheiden können, da sie alle im großen und ganzen ähnliche Dinge verkauft haben. Es waren trotz allem aber schöne Eindrücke, überall die bunten Farben, Stoffe, unidetifizierbare Gegenstände und dann doch auch wieder Kokatee zu sehen.

Gestern habe ich mich etwas länger mit dem Sohn der Vermieterin unterhalten. Dabei kam dann heraus, dass er eine Oma hat, die in Deutschland lebt. Und jetzt kommt der Hammer – sie wohnt in einem Dorf in der Nähe von Schwäbisch Hall!!!  Aber ich musste 2 mal nachfragen und er hat extra nocheinmal nachgeschaut ob es auch wirklich stimmt. Da sie über Weihnachten aber immer nach Koumbien kommt weiß ich nicht, ob ich sie dieses Jahr hier oder zu Hause einmal treffe.

Bogotá II

Heute war ich mit meinen beiden Komilitonen unterwegs, die letzten Donnerstag gekommen sind. Unser Ziel war der Monserrate, das ist eine Kirche auf 3200m, von wo aus man einen wunderbaren Blick über (Süd-)Bogotá hat. Dazu mussten wir erstmal ins Stadtzentrum und von dort aus sind wir dann mit einer Seilbahn nach oben gefahren.

Erst oben ist mir aufgefallen, wie groß Bogotá eigentlich überhaupt ist. Dabei haben wir nichteinmal die komplette Stadt gesehen, da der Blick in Richtung Norden versperrt ist. Auf dem Bild sind die Ausmaße leider auch nicht komplett zu erkennen. Was man aber erkennt ist, das wir uns leider nicht das richtige Wetter ausgesucht haben. Von oben konnte man es in einem Teil der Stadt aber auch regnen sehen, gut, dass wir nicht dort hin sind.

Als wir wieder zurück sind ist mir erst aufgefallen, wie weit wir gefahren sind, denn auf dem Rückweg waren wir eine Stunde mit dem Transmilenio unterwegs, bis ich ausgestiegen bin. Der Transmilienio ist ein Bus, der eingeführt wurde um den Stau zu verringern, denn in Bogotá gibt es weder U- noch S-Bahn. Der Transmilenio hat in der Mitte der Straße eine extra Spur, sodass er immer recht schnell fahren kann und er hat im Gegensatz zu allen anderen Busen in Bogotá feste Haltestellen, an denen man ein- und aussteigt. Alle anderen Busse kann man irgentwo auf der Strecke anhalten zum ein- oder aussteigen.

Stundenplan

Ich habe diese Woche wieder festgestellt, dass ich von der Uni her die richtige Wahl getoffen habe. Denn ich habe mit einer Komilitonin geschrieben, die an die andere Uni in Kolumbien ist, die in Medellin. Sie hat mir von ihrem Stundenplan erzählt. Dieser wurde ihnen von der Uni vorgegeben und sie können zusätzlich noch Fächer wählen, die sie dann abends nach den normalen Vorlesungen noch besuchen müssen.

Hier in Bogotá hingegen hatte ich eine lange Liste mit Fächern, die ich wählen konnte und es gab nur ein paar einschränkungen, wie zum Beispiel, dass ich 18 creditpoints aus dem Studiengang, den ich gewählt habe aussuchen muss und die restlichen kann ich mir auch aus anderen Studiengängen suchen.

Gut war auch, dass ich diese Woche in die Uni gefahren bin um meinen Stundenplan zu besprechen. So ist dieser nun fertig und ich konnte sogar nocheinmal ein Fach gegen ein anderes tauschen, denn sonst hätte ich 2 mal in der Woche um 7 Uhr angefangen. So ist es nur einmal. Meinen Stundenplan könnt ihr unten sehen. Die Fächernamen habe ich (wörtlich) übersetzt, auch wenn ich finde, auf spanisch klingen die Fächer interessanter =)

schon eine Woche hier

Seid Montag bin ich nun in mein neues Zimmer eingezogen. Es ist wunderbar groß (mehr als doppelt so groß wie das in Münster) und hat ein eigenes Bad. Das einzige Problem ist bisher nur, dass ich theoretisch noch kein Internet habe, weil die Familie das Passwort nicht hier hat, sondern auf der Arbeit. Da der Sohn der Familie aber diese Woche krank war konnte die Mutter und Vermieterin nicht zur Arbeit. Deswegen muss ich zur Zeit immer in mein Bad – in die Dusche, denn dort kann ich das W-Lan von einem der Nachbarn empfangen, das nicht verschlüsselt ist. Ziemlich umständlich und ich hoffe, dass ich heute Abend dann endlich das Passwort bekomme.

Diese Woche ist nicht so viel passiert. Ich hab hier die Gegend um das Haus herum erkundet. Das Haus ist wie eine Art Reihenhaus, in einem Wohnblock. Also es führt wie eine Abzweigung hier in die „Straße“, auf deren beiden Seiten diese Reihenhäuser sind. Diese Straße ist aber abgezäunt und es steht immer ein Wachmann am Eingangstor, der es nur öffnet, wenn er die Leute kennt, oder man sagt, wo man hin will. Inzwischen kennen sie mich aber und ich habe keine Probleme reinzukommen.

Gestern war ich beim „DAS“, eine Art Behörde wie das Einwohnermeldeamt. Dort musste ich meine „Cédula“, eine Art Personalausweis, beantragen. Diese kann ich nächste Woche abholen. Leider habe ich mir nicht das beste Wetter ausgesucht, denn es geschüttet wie aus Kübeln. Sowas wie Kanalschächte gibt es hier leider auch nicht, sodass das Wasser auf der Straße gestanden ist und man immer über riesen Pfützen hüpfen musste und auserdem aufpassen musste, dass neben einem gerade kein Auto durch so eine Pfütze fährt und einen nass spritzt.

Gestern sind auch die nächsten beiden Deutschen gekommen, die in Münster mit mir studiert haben und auch hier wieder auf die gleiche Uni gehen wie ich. Morgen werde ich sie wahscheinlich dann treffen, denn es gibt eine Überraschungsparty für eine Freundin, die gestern Geburtstag hatte.

Bogotá

Heute waren wir im Zentrum von Bogotá, and er Plaza Bolivar. Es wird gesagt, dass Bogotá an diesem Ort gegründet wurde. Dort befindet sich das Justizministerium und außerdem der Kongress. Es ist ein ziemlich touristischer Ort, was man auch an den Preisen merkt. Sie sind höher als an anderen Orten.

Wenn man ein Stückchen weite läuft kommt man zu dem Haus, in dem der Präsident wohnt. Dort sind überall Militärs, die aufpassen, dass niemand auf das Gründstück klettert und mit denen man schöne Fotos machen kann. =)

Morgen werde ich in mein Zimmer einziehen, das dann frei wird. Dort werde ich auch die Umgebung erkunden, um zu wissen wo der nächste Supermarkt ist und was es sonst noch interessantes in der Umgebung gibt.

Ankunft

Gestern Abend ist mein Flug pünktlich in Bogotá angekommen und hat zum Glück auch mein ganzen Gepäck mitgebracht. Mein Koffer hat nur sagenhafte 18,5 kg gewogen (23 hätte ich mitnehmen können).

Der Flug war aber leider nicht ganz so ruhig. Es war eine Gruppe von jungen Russen mit im Flieger, direkt hinter und vor mir, die sich immer in einer ziemlich starken Lautstärke unterhalten mussten. So konnte ich im Flieger leider kein bisschen schlafen, hab aber ein paar Filme angeschaut.

In Bogotá dann ging auch alles mit der Einreise. Niemand wollte, dass ich meinen Koffer aufmache und als ich aus dem Flughafen raus bin stand schon meine Freundin da und hat mich abgeholt. Wir sind dann zu ihr gefahren, was etwas kompliziert war, denn sie wohnt auserhalb in Chía, dort wo auch die Universität ist. Aber so hat es halt gedauert bis wir dort waren und leider konnte ich von Bogotá auch nichts sehen, denn es wird hier leider schon immer zwischen 6 und halb 7 dunkel.

Heute gehen wir dann zur Universität und heute Abend feiern wir denn Abschied von einer CALA-Studentin, die ihr Praktikum in Brasilien macht, wodurch ich dann ihr Zimmer übernehmen kann.

Fotos habe ich bisher noch keine, aber da werden in nächster Zeit einige folgen.