Tanzen

Hier in Kolumbien ist es üblich, dass die Universitäten Sportgruppen haben, die sie nach außen hin präsentieren. Seit September bin ich einer dieser Gruppen und zwar in der Tanzgruppe, in der wir traditionelle kolumbianische Tänzen lernen. Diese sind ziemlich anders als das, was man in Deutschland kennt. Es sind große Bewegungen und auch Tänze, die man als Paar tanzt sind dabei. Diesen Freitag war es dann so weit, dass wir das erste Mal in einer Schule die Tänze präsentiert haben. Aber das ganze lief mal wieder ziemlich kolumbianisch ab. Wir waren auf 2 Uhr eingeladen und wollten deswegen um halb 2 an der Uni losfahren. Also war der Plan, uns um 12 zu treffen, nocheinmal zu proben und uns zu schminken. Als um 12:30 Uhr der Anruf kam, dass die „Trainerin nocheinmal nach Hause muss, weil sie einen Teil der Klamotten vergessen hat haben wir als langsam angefangen uns fertig zu machen. Es war ziemlich lustig, denn das Make-Up ist relativ ungewöhnlich und wir haben uns eher als Papageien gefühlt =) Wann wir letztendlich losgefahren sind weiß ich nicht mehr genau, aber die Fahrt war lustig mit Spielen wie Flüsterpost oder eines mit verschiedenen spanischen Liedern. Als wir dann um kurz nach 3 an der Schule ankamen wurden wir schon erwartet und mussten uns mit dem Umziehen beeilen. Da alles etwas umgeplant werden musste haben wir dann nur 2 anstatt 3 Tänze präsentiert, sodass manche von denen, die mitgekommen sind garnicht getanzt haben und dann natürlich nicht mehr so begeistert waren. Die Tänze haben aber gut geklappt und wir haben viel Beifall bekommen. Am Dienstag wird dann in der Uni wahrscheinlich noch ein Auftritt sein, da heißt es dann Pünktlichkeit!

Der Tanz heißt Bullerengue und wurde nur von den Mädels getanzt.

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San Gil II

In dem Artikel gestern habe ich eine wichtige Sache vergessen, die ich euch auch noch mitteilen wollte. Dabei geht es um etwas zu essen. Das Bundesland Santander, in dem sich San Gil befindet ist für einen Snack bekannt. Als ich das erste mal davon gehört habe dachte ich mir eher, dass es sich um ein Gericht handelt und wollte es deswegen mit jemandem teilen, nachdem ich dann aber eines davon vorgelegt bekam kann ich nur sagen, dass es da nicht so viel zu teilen gibt.

Wir haben Ameisen probiert. Die sind ca. 8 mal so groß wie die Deutschen Ameisen und werden geröstet und dann gesalzen. Den Geschmack kann ich nicht so ganz beschreiben, für mich war es aber das schlimmste, dass ich wohl irgentwie die Beine abgebissen habe und sie dann den ganzen Weg meinen Hals hinuter gespürt habe. Es war interessant sie einmal zu probieren, aber ich glaube ich bleibe dann doch lieber bei Schokolade, Gummibärchen und Erdnüssen für zwischendurch. =)

San Gil

Wie bereits im letzten Eintrag geschrieben waren wir am vergangenen Wochenende in San Gil. Das ist eine kleine Stadt mit um die 30.000 Einwohner und eine schöne warme Abwechslung zu dem kalten Bogotá. Sie ist bekannt dafür, dass man dort gut extremsport machen kann. Also waren wir dort Raften und ich bin froh, dass ich dazu meine Brille abgenommen haben, denn sonst wäre sie wahrscheinlich verloren gegangen. Ein Teil von uns war noch mit dem Mountainbike unterwegs und zwei wollten eigentlich noch Paragliding machen, aber aufgrund von zu wenig Wind hat das nicht funktioniert.

Dafür waren wir dann noch bei einem wunderschönen Wasserfall, an der wir auch direkt hinlaufen konnten, in einem Dorf nacmens Barichara, dass das schönste Dorf kolumbiens sein soll.

Wir waren auch im Naturpark Gallinero, der Hauptattraktion von San Gil. Die Bäume dort sind mit silbernem Geisenbart bedeckt und man kommt sich ein bisschen vor wie in einem Märchenwald. In diesem Park gab es auch ein paar Papageien, als Attraktion für die Besucher und zu meinem Übel auch Steckmücken, die es leider nur auf mich abgesehen hatten. So hatte ich dann diese Woche einen nicht so tollen Besuch beim Arzt in der Uni, der mir ersteinmal Antibiotika verschrieben hat, da mein Fuß auch etwas angeschwollen war. Insgesammt war es aber ein super Wochenende, dass wir uns nach den Klausuren letzte Woche wirklich verdient haben. Wir konnten es uns gut gehen lassen, ausruhen und auch den Hostel eigenen Whirlpool voll ausnutzen =)

Märchenwald =)

2. Runde Klausuren

Ab Montag fängt hier die 2. Klausurenphase an der uni an. Dieses mal hab ich weniger Klausuren, da ich teilweise schon Präsentationen anstelle eineer Klausur gemacht habe. Heute saßen wir auch den ganzen Nachmittag an einem Video, das wir anstelle einer Präsentation machen sollten. Zum Glück hat das Wetter dazu mal wieder gepasst, es hat so gut wie den ganzen Tag nur geregnet und dann waren wir wenigstens nicht abgelenkt. Mittags haben wir eine kleine Pause gemacht und es gab Spätzle zum Mittagessen =)

So langsam hab ich mich wirklich an den ganzen Ablauf hier gewöhnt, an das um 5 uhr aufstehen, wenn ich um 7 uhr vorlesung habe, an die 40 minuten fahrt für einen Weg zur Uni oder zurück, an die 4 Stunden Mittagspause die ich Donnerstags habe und an die viele Arbeit, die ich immer für die Uni habe. Aber so langsam bin ich auch dafür, dass das Semester endet, ich könnte wieder eine Pause gebrauchen. Generell haben die Unis hier demnächst auch eine Woche Pause, außer die, die ich mir ausgesucht habe. Wir machen einfach weiter. Naja, dann mach ich halt das nächste Wochenende so wie es aussieht wieder einen Ausflug, um mich für die stressige Zeit zu belohnen. Wir sind am überlegen, nach San Gil zu fahren. Das ist eine kleine Stadt, die dafür bekannt ist, dass man dort viele Extremsportarten machen kann. Wir hatten vor zu raften und mal schauen, was es sonst noch so gibt. Aber bisher ist das alles noch nicht hundertprozent sicher.

viel zu tun für die kolumbianische Post

Dieses Wochenende hatte die kolumbianische Post einiges zu tun, schon allein mit den Sachen die ich bekommen habe. Es waren eine Postkarte, ein Brief und ein Päckchen. Anscheinend soll ich ein bisschen die Schwäbische Kultur hier in Bogotá verbreiten, denn mir wurde eine spätzlespresse geschickt. Als ich das den anderen Deutschen hier erzählt habe waren alle sofort begeistert und haben nach dem Termin fürs kochen gefragt. Schön, wenn man immerwieder Grüße aus der Heimat bekommt =)

Dann war dieses Wochenende noch eine Freundin bei mir. Sie hat mit mir in Münster  mit dem Studium angefangen, sich aber entschieden, in Medellín weiterzustudieren und nicht wie ich hier in Bogotá. Mit ihr gemeinsam bin ich nach Zipaquirá gefahren, das ist ein kleines Dorf, eine halbe Stunde von Chía entfernt. Wir sind dort in die unterirdische Salzkathedrale. Die ist in einen Berg reingebaut und 180m Erde in darüber. Alles dort ist aus Salz gebaut, oder in das Salz reingebaut, wie die Treppen oder auch die Sitzbänke. Bis man aber in der Kathedrale an sich drin ist läuft man erst noch an verschiedenen Stationen vorbei und benötigt ca. 30 Minuten, bis man am Ziel ist.

Dann hab ich ihr noch ein bisschen die Uni gezeigt undsie war auch noch im Zentrum. Aber schon anders, wenn jemand bei einem ist über das komplette Wochenende, bin ich garnichtmehr gewohnt, dass ich da dann so viel Programm habe.