Universität III

Heute kommt eine freudige Nachricht – meine Vorlesungen, Klausuren, Präsentationen und Abgaben sind vorbei! Heute war die letzte Präsentation und jetzt kann ich mich endlich entspannen. Es sind noch 1,5 Wochen, bis ich wieder in den Flieger nach Deutschland steige und da möchte ich vorher noch ein bisschen Sonne tanken. Dazu wird es am Mittwoch in die Kaffeezone gehen. Ich hoffe, dass das Wetter dort gut ist, damit ich schön braun gebrannt nach Deutschland komme und alle neidisch machen kann =)

Was Deutschland betrifft freue ich mich zwar riesig, euch alle wieder zu sehen, aber irgentwie ist es auch schade, dass ich gerade jetzt, wenn ich Zeit hätte,etwas mit Freunden zu unternehmen oder noch viel zu reisen wieder nach Hause fahre und nächstes Semester wieder zurück komme, wenn der ganze Stress von neuem los geht. Trotzdem freue ich mich natürlich auf zu Hause und habe auch schon die Zeit etwas verplant. Natürlich werde ich noch ein paar Weihnachtsbrötchen backen müssen, da mein Papa bisher nochnicht wirklich dazu gekommen ist (wenn überhaupt, dann hat er letzten Samstag angefangen und diesen Mittwoch halte ich ihn wieder davon ab, wenn mit dem Skypen alles klappt). Dann ist noch eine Reise nach Münster geplant, da dort eine Weihnachtsfeier des Studiengangs stattfindet und ich gerne alle anderen (Latinos und die aus dem unteren Semester) wieder sehen wollte. Dann sind noch ein paar Geburtstage und außerdem wollte ich noch meine Schwester besuchen gehen. Also falls ihr euch mal mit mir treffen wollt sagt am besten schnell Bescheid =)

Zudem bin ich auch gerade dabei eine Essenswunschliste zu schreiben, damit sich meine Eltern nicht den Kopf zebrechen müssen, was ich für sie kochen soll.

Ansonsten werde ich die Tage hier noch genießen und morgen erstmal mit dem Onkel einer Freundin zu ihm auf die Arbeit in eine Fabrik für Kaffee gehen. Mal schaun, ob wir dann auch probieren dürfen =)

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Zustände fast wie in Münster

Es gibt noch mehr Vorteile, die mich (hoffentlich) in der neuen Wohnung erwarten. Dazu muss ich oft nur in die Küche schauen und da werde ich stark an die Küche in meinem Wohnheim in Münster erinnert. Das dreckige Geschirr steht oftmals dort rum noch mit den Essensresten wie Hühnchenknochen oder Reis drauf auf der Arbeitsfläche, obwohl der Mülleimer nur ca. 1,5 m davon entfernt ist. Die Spüle steht auch oft mit dreckigem Geschirr voll, sodass ich es erstmal wegstellen muss, damit ich meine Sachen spülen kann.

Vielleich erinnert ihr euch auch noch, dass ich mich letzten Sommer wahnsinnig gefreut habe, als mir meine Eltern einen alten Kühlschrank mitgebracht haben, damit mir niemand mehr mein Essen klaut. Hier könnte ich jetzt seit den letzten Tagen auch ein eigener Kühlschrank gebrauchen. Es ist nämlich zur Zeit noch ein Freund von Camilo hier, der anscheinend nicht darüber aufgeklärt wurde, dass hier noch jemand wohnt, der sein Sach auch im Kühlschrank stehen hat und dass er seine Finger davon lassen soll. Gestern wurde es mir dann zu viel und ich habe meine Vermieterin darauf angesprochen, dass meine Sachen „verschwinden“. Ich hoffe, dass es jetzt besser wird und dass in der neuen Wohnung sowas nichtmehr passiert.

Umzug

Ich habe mich entschieden, umzuziehen, das bedeutet, dass ich bevor ich nach Deutschland fliege meine Sachen bei einer Freundin lasse und dann wenn ich wieder komme bei ihr einziehe. Diese Gelegenheit hat sich einfach so ergeben und nachdem wir ca. 3 Wochen lang versucht haben alle Probleme zu klären muss ich jetzt nurnoch hier, wo ich gerade wohne Bescheid geben, dass ich ausziehe. Der Hauptgrund für den Wechsel ist, dass ich hier, wo ich gerade wohne zu sehr alleine bin. Ich wohne zwar mit der Vermieterin und ihrem Sohn, aber wirklich viel Kontakt habe ich nicht zu ihnen. Aber es gibt noch mehr Vorteile an der neuen Wohnung. Ich zahle dann monatlich ca. 20 € weniger Miete, es wohnt eine Haushälterin mit in der Wohnung, die dann jeden Tag mein Bett macht (nein, ich bin nicht faul 😉  ), es sind ca. 100m näher bis zum Bus und ich habe die Möglichkeit, mehr mit Kolumbianern zu machen. Der einzige Nachteil daran ist, dass das Zimmer kleiner ist, aber wie Alejandra (die, bei der ich einziehe) schon meinte: „ein kleineres Zimmer empfinde ich als Vorteil, denn dann kann ich nicht so eine große Unordnung machen.“

Die neue Wohnung ist in der selben Straße, nur ca. 100m entfernt, sodass ich den Umzug dann gut zu Fuß erledigen kann. Ich freu mich schon darauf, das wird bestimmt nochmal eine andere Seite von Kolumbien, die ich dann kennen lernen kann =)

 

Guatavita

Heute war glücklicherweise wieder einmal ein Feiertag hier in Kolumbien das heißt wir hatten frei und konnten endlich zur Lagune von Guatavita fahren, was eigentlich schon ewig geplant war. Nachdem ich gefühlte 50 mal die Organisation umgeschmissen habe, da die Anzahl der Leute, die mitwollten zwischen 6 und 9 schwankte und am Ende waren wir dann zu viert, das heißt, wir haben perfekt in ein Auto gepasst. Es war ein wunderschöner Tag, auch wenn das Wetter nicht so ganz mitspielen wollte. Am morgen hatte es geregnet und auch als wir bei der Lagune ankamen fielen immernoch Regentropfen. Im Eintritt inbegriffen, den wir alle zu Preisen für Einheimische bezahlt haben (dadurch habe ich 2 € gespart), war auch eine Führung inbegriffen. Nach den ersten Schritten hat dann zum Glück auch der Regen aufgehört. Die Laguna war einmal eine heilige Stätte und der Legende nach wurden von dem Stamm der Waskas dort Gold in die Lagune geworfen als Opfer. Viel von dem Gold, was im Goldmuseum ausgestellt ist kommt auch aus Funden in dieser Lagune. Es wurde sogar früher versucht, die Lagune trocken zu legen, um an das Gold heran zu kommen, das dort noch versteckt liegt, aber das hat nicht funktioniert. Dort vor Ort haben sie auch keine Tauchausrüstung verliehen, sonst hätte ich vielleicht versucht, dort etwas zu finden. Laut Angaben ist die Lagune 35m tief, aber es heißt auch es ist die „laguna sin fondo“ also die Lagune ohne Boden, weshalb dort garantiert noch eine Menge Gold verschollen liegt. Wie auf dem Bild zu sehen war es dort relativ windig und wir befanden uns auf einer Höhe von 3100m.

Von der Lagune aus sind wir dann weiter in das Dorf Guatavita, das auch wunderschön ist. Das „alte Guatavita“ befand sich ursprünglich wo anders, wurde aber ständig überflutet, sodass sie nun das „neue Guatavita“ gebaut haben und da sehen die Häuser alle ziemlich gleich aus. Dort haben wir uns das Dorf angeschaut und zu Mittag gegessen. Ich habe nun endlich das typische Gericht der Region probiert und zwar Ajiaco. Es war echt lecker und danach war ich wirklich voll.

Als ich dann letztendlich um halb 9 zu Hause ankam (12 Stunden nachdem ich los bin) war ich einfach nur glücklich, diesen wunderschönen Ausflug gemacht zu haben, denn es war einfach nur eine wunderschöne Landschaft und die Zeit, die wir im Auto verbracht haben war auch echt lustig und ich habe noch ein bisschen mehr über kolumbianische Gewohnheiten mitbekommen. Ich hoffe ich kann solche tollen Erlebnisse hier noch viel öfter haben. Was das erstaunliche ist, ist, dass es gerade dadurch, dass kein anderer Deutscher dabei war ein super Ausflug geworden ist.

Halloween

Gestern war ja der 31. Oktober – Halloween. In Deutschland ist das ja eher erst noch im Kommen, in Kolumbien sind eigentlich alle verrückt danach. Gestern waren an der Uni sogar ein paar Leute verkleidet und schon vor über einem Monat wurde die Häusergruppe hier für Halloween geschmückt (leider habe ich davon kein Foto gemacht). Aber das Häuschen, in dem der Pförtner sitzt war verkleidet und es waren Gespenster und ähnliches im „Garten“ verteilt.

Natürlich gibt es hier auch die dazu passenden Parties und deswegen war ich am Samstag auch untewegs. Erst bei einem Komilitonen zu Hause und dann mit Luz (bei der ich die ersten Tage geschlafen habe), Tina (einer anderen Deutschen) und vielen anderen Koumbianern. Das tolle war, das es eigentlich direkt bei mir zu Hause war und ich dann danach um 3 Uhr noch nach Hause laufen konnte. Es war ziemlich lustig und es wurde auch das beste Kostüm prämiert. Leider habe ich nicht gewonnen, aber ich hatte mir auch nicht viel Mühe gegeben. Immerhin ein bisschen was aus dem Schrank gesucht, was aussieht wie wenn man das in Hawaii anhat und dann noch eine Blumenkette umgehängt. Andere waren da kreativer, was man auch auf dem Foto sehen kann.