Guatavita

Heute war glücklicherweise wieder einmal ein Feiertag hier in Kolumbien das heißt wir hatten frei und konnten endlich zur Lagune von Guatavita fahren, was eigentlich schon ewig geplant war. Nachdem ich gefühlte 50 mal die Organisation umgeschmissen habe, da die Anzahl der Leute, die mitwollten zwischen 6 und 9 schwankte und am Ende waren wir dann zu viert, das heißt, wir haben perfekt in ein Auto gepasst. Es war ein wunderschöner Tag, auch wenn das Wetter nicht so ganz mitspielen wollte. Am morgen hatte es geregnet und auch als wir bei der Lagune ankamen fielen immernoch Regentropfen. Im Eintritt inbegriffen, den wir alle zu Preisen für Einheimische bezahlt haben (dadurch habe ich 2 € gespart), war auch eine Führung inbegriffen. Nach den ersten Schritten hat dann zum Glück auch der Regen aufgehört. Die Laguna war einmal eine heilige Stätte und der Legende nach wurden von dem Stamm der Waskas dort Gold in die Lagune geworfen als Opfer. Viel von dem Gold, was im Goldmuseum ausgestellt ist kommt auch aus Funden in dieser Lagune. Es wurde sogar früher versucht, die Lagune trocken zu legen, um an das Gold heran zu kommen, das dort noch versteckt liegt, aber das hat nicht funktioniert. Dort vor Ort haben sie auch keine Tauchausrüstung verliehen, sonst hätte ich vielleicht versucht, dort etwas zu finden. Laut Angaben ist die Lagune 35m tief, aber es heißt auch es ist die „laguna sin fondo“ also die Lagune ohne Boden, weshalb dort garantiert noch eine Menge Gold verschollen liegt. Wie auf dem Bild zu sehen war es dort relativ windig und wir befanden uns auf einer Höhe von 3100m.

Von der Lagune aus sind wir dann weiter in das Dorf Guatavita, das auch wunderschön ist. Das „alte Guatavita“ befand sich ursprünglich wo anders, wurde aber ständig überflutet, sodass sie nun das „neue Guatavita“ gebaut haben und da sehen die Häuser alle ziemlich gleich aus. Dort haben wir uns das Dorf angeschaut und zu Mittag gegessen. Ich habe nun endlich das typische Gericht der Region probiert und zwar Ajiaco. Es war echt lecker und danach war ich wirklich voll.

Als ich dann letztendlich um halb 9 zu Hause ankam (12 Stunden nachdem ich los bin) war ich einfach nur glücklich, diesen wunderschönen Ausflug gemacht zu haben, denn es war einfach nur eine wunderschöne Landschaft und die Zeit, die wir im Auto verbracht haben war auch echt lustig und ich habe noch ein bisschen mehr über kolumbianische Gewohnheiten mitbekommen. Ich hoffe ich kann solche tollen Erlebnisse hier noch viel öfter haben. Was das erstaunliche ist, ist, dass es gerade dadurch, dass kein anderer Deutscher dabei war ein super Ausflug geworden ist.

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