Stundenplan II

So, nachdem ich heute in der Uni war steht nun endgültig mein Stundenplan für das neue Semester – es muss jetzt nurnoch passen, dass in Deutschland meine zusammengestellten Module abgesegnet werden. Da ich schon ende des letzten Semesters meine Fächer ausgesucht habe ging es diemal recht schnell. Zu dem wichtigen Kriterium, dass sich das Fach interessant anhören muss kamen dann schlussendlich 2 weitere hinzu: das Fach muss irgentwie in meine Modulzusammenstellung für Deutschland passen und es darf nicht montags sein. Glücklicherweise habe ich genügend Fächer gefunden, die diese Kriterien erfüllen, so dass ich euch jetzt meinen neuen Stundenplan präsentieren kann: Stundenplan 2. Semester

Ob ich die Namen der Fächer zu 100% richtig übersetzt habe kann ich jetzt nicht sagen, denn bei einigen hatte ich keine Beschreibung, so dass die Übersetzung halt wortwörtlich geschehen ist. Nachdem das jetzt fertig ist bin ich glücklich und auch ziemlich zufrieden damit. Freitag nachmittags werde ich wohl weiterhin wieder in die Tanzgruppe der Uni gehen und mal schaun, ob es ansonsten noch interessante Kurse gibt, die ich besuchen kann.

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So, erstmal das allerwichtigste: ich bin wieder gut in Kolumbien angekommen. Der Rückblick auf die Zeit zu Hause ist schön und ich freu mich, dass ich viel Zeit mit meinen Liebsten verbringen konnte. Nachdem ich jetzt aber die Zeit zu Hause genießen konnte und immer schön verwöhnt wurde (naja, viele von den Gerichten, die ich mir gewünscht habe musste ich selber kochen, aber von den 20 Gerichten, die ich mir gewünscht habe ist am Ende dann nur eines nicht gekocht worden) fängt jetzt wieder der ernst des Lebens an. Deswegen ging es dann in der Woche vor meiner Abreise noch zum Verabschieden, zum letzen Shoppen mit Mama, zum letzten Frühstück mit der Verwandtschaft und am Ende zur letzten gemeinsamen Autofahrt mit meinen Eltern nach Frankfurt. Vorher habe ich mich (und wurde auch fleißig) mit Schokolade und anderen Dingen versorgt, die hier in Kolumbien ziemlich  teuer sind oder es gibt sie nicht. Verpflegung Leider konnte am Ende nicht jedes Shampoo/Duschgel,… mit in den Koffer, denn ich hatte am Ende leichte Platz- und Gewichtsprobleme. Auch wenn ich kein Problem gehabt hätte, von der Schokolade etwas meinen Eltern zu überlassen ist dann doch alles im Koffer verstaut worden und wartet hier jetzt schon auf den Augenblick meines Schokohungers.

Die Fahrt zum Flughafen war lang, denn es hat wiedermal geschneit (naja, wenigstens kann ich jetzt sagen, dass ich Schnee hatte als ich kam und auch als ich wieder ging), aber wir sind ja extra früh los, damit wir keinen Stress haben. Das Gewicht meines Koffers war dann schlussendlich auch kein Problem (19,5 kg von erlaubten 20kg – Handgepäck 5,920 kg von erlaubten 6kg) und so bin ich dann langsam in Richtung Flugzeug – weg von Deutschland und meinen Eltern und rein in mein nächstes Semester hier in Kolumbien. Nachdem ich mich an der Passkontrolle verabschiedet habe und dann hinter der nächsten Ecke zur Handgepäckkontrolle bin ging alles relativ schnell. Ich musste mich an die lange Schlange einreihen und als ich dann endlich durch die Kontrolle durch bin wurden auch schon die ersten Sitzreihen aufgerufen, um ins Flugzeug zu steigen. Da dauerte es erst etwas, denn das Flugzeug musste erst enteist werden. Als es dann endlich losging hatten wir schon eine Verspätung von fast einer Stunde. Ich bin über Santo Domingo in der Dom. Rep. geflogen, wo ein Teil der Passagiere ausgestiegen ist und dann ging es weiter nach Panama City. Die Landung dort fand ich spektakulär, denn wir sind genau während des Sonnenaufgangs gelandet und mussten erst einmal über die Stadt fliegen um dann eine 180° Drehung für die Landung zu machen. Auf der einen Seite des Flugzeugs sah man also die Stadt, die mit ihren Hochhäusern direkt am Meer faszinierend aussah und auf der anderen Seite sah man wie man dem Meer immer näher kam. Es war erstaunlich, dass wir (gefühlter maßen) nur noch 500 m über dem Meer waren und trotzdem die Landebahn noch außer Sichtweite war. Trotzdem verlief die Landung natürlich sehr gut und ich konnte erstmal ein paar Stunden auf dem Flughafen warten, bis es weiterging. Als ich im nächsten Flugzeug kurz vor Bogota war wurde ich aber etwas betrübt, denn ich hatte gerade zwei Zwischenlandungen, bei denen die Außentemperatur jeweils 22°C war (einmal um 8 Uhr morgens und einmal um 4 Uhr nachts), und natürlich sind wir im Landeanflug durch eine dicke Wolkenschicht geflogen auch wenn es glücklicherweise nicht geregnet hatte. In Bogota hab ich dann meinen Koffer geholt und wurde am Flughafen abgeholt von der Familie einer kolumbianischen Freundin, die gerade in Münster studiert. Von ihnen wurde ich dann auch noch eingeladen, einen Tag bei ihnen zu bleiben und so ging es erstmal nicht in mein neues zu Hause sondern nach Chia, wo die Familie wohnt. Dort habe ich dann den Tag verbracht, indem ich mit der 2 ½ jährigen Gaby ihren Lieblingsfilm Ratatouille angeschaut habe, mit den anderen ins Zentrum von Chia bin und hauptsächlich damit, nicht allzu früh einzuschlafen, damit ich gleich am ersten Tag dem Jetlag die Stirn biete. Samstags war ich auch noch bei der Familie und wir haben auch mit deren Tochter in Münster geskyped. Abends haben sie mich auch noch zu meiner neuen Wohnung gebracht, wo mir dann die Schlüssel überreicht wurden. Die Tante, die auch hier in Bogota wohnt und die eigentlich auch hier einziehen sollte hat sie mir gegeben und ist dann wieder gegangen, so dass ich die Wohnung jetzt eine Woche für mich habe bis Alejandra wieder kommt. Bis dahin habe ich auch erstmal kein Internet, werde aber im Laufe der Woche mal in die Uni gehen, um meinen Stundenplan abzusprechen und um ins Internet zu gehen.

Kaffeezone

Erst mal wünsche ich euch ein gutes neues Jahr 2013 mit viel Glück, Gesundheit und schönen Erfahrungen.

Nach einer langen Pause kommt nun nochmal ein kurzer Bericht von meiner letzten Reise in die Kaffeezone. Da ich gerade ja zu Hause bin und Weihnachten bei meiner Familie verbringen konnte gab es nicht so viel zu berichten, außer natürlich, dass ich erwähnen muss, dass meine allerliebsten Eltern zusammen mit meiner Lieblingsschwester mich vom Flughafen abgeholt haben und jetzt fleißig dabei sind mich zu verwöhnen und nachdem ich das geschrieben habe hoffe ich sie machen damit weiter ;-).

Die Fahrt in die Kaffeezone war schön und insgesamt war ich knapp eine Woche dort. Die Kaffeezone besteht aus 3 großen Städten, die allesamt nicht so sonderlich interessant sind und kleinen Dörfern, in denen es eine wunderschöne Landschaft gibt. Mittwochnachts sind wir losgefahren und zwar zuerst in eine der Städte, in der wir aber nur den Bus gewechselt haben und dann ging es in das Dorf Salento. Die Häuser dort sind alle schön bunt und auch relativ alt. In Salento haben wir in einem Hostel geschlafen und von dort haben wir dann verschiedene Entdeckungstouren gemacht. Einmal ging es auf eine Kaffeefarm, wo wir erklärt bekamen, wie der Anbau von Kaffee funktioniert und wie die verschiedenen Schritte sind, bis man am Ende dann den gemahlenen Kaffee vor sich hat. Für den Kaffeeanbau benötigt man ein wärmeres Klima und deswegen war ich auch froh, dass ich vor meinem Rückflug nach Deutschland noch ein bisschen Sonne tanken konnte. Am nächsten Tag waren wir dann im Valle de Cocora. Dort wächst der „Nationalbaum“ eine Wachspalme und die Landschaft ist wahnsinnig schön. Nach dem Trubel in Bogota, wo man keinen ruhigen Ort findet war das eine schöne Abwechslung, denn man hört eigentlich nur die eigenen Schritte und den Fluss, der in der Nähe fließt. Durch dieses Tal sind wir zu Fuß gelaufen und es war ein relativ großer Spaziergang.

Salento

KaffeebuschValle del Cocora mit Wachspalmen

Samstagmorgens sind wir dann weiter gefahren in die nächste Stadt. Das war Pereira und wir hatten geplant, dort nur eine Nacht zu bleiben, was eine gute Entscheidung war, denn im Hostel konnte man uns nicht viele Möglichkeiten sagen, was wir machen können und deswegen sind wir dann in den Zoo gegangen. Dieser ist mit den meisten deutschen Zoos jedoch nicht zu vergleichen, da er recht klein ist und somit auch nicht so viele Tierarten zu sehen sind. Auch sind die Gehege der Tiere nicht so groß, wie man das aus deutschen Zoos gewohnt ist und so wirklich schön sind die Gehege auch nicht. Die typischen Tierarten sind aber vorhanden, weswegen wir dann z.B. Elefanten, Löwen, Nilpferde, Zebras, Affen,… gesehen haben. Nach nichtmal 2 Stunden waren wir aber einmal durch und hatten alle Tiere gesehen. Danach sind wir ins Zentrum von Pereira gefahren um uns die Stadt etwas anzuschauen, aber so arg viel Interessantes haben wir nicht gefunden.

Sonntags sind wir glücklicherweise dann in die nächste Stadt weitergefahren. Das war Manizales und uns wurde schon gesagt, dass es die schönste Stadt der Kaffeezone sein soll. Dort haben wir bei einem Pärchen geschlafen, die wir über couchsurfing gefunden haben. Das bedeutet, dass man seine Couch oder ein Bett Leuten zur Verfügung stellt, die gerade am herumreisen sind und dafür gibt man ihnen dann ein Geschenk, zum Beispiel eine Flasche Wein. Die beiden waren echt nett und haben uns Sonntags noch die Stadt gezeigt. Sie ist für ihre schönen Sonnenuntergänge bekannt und sogar der berühmte Dichter Pablo Neruda nannte sie eine „Fabrik schöner Sonnenuntergänge“ aber am ersten Tag hatten wir leider kein Glück, denn es gab zu viele Wolken und so konnte man den Sonnenuntergang nicht sehen. Am nächsten Tag wollten wir dann zu einem Naturpark in der Stadt, aber immer Montags haben dort alle Parks und Museen zu und deswegen wurde uns gesagt wir könnten nicht rein. Nach einer kleinen Unterhaltung hatten wir aber doch die Möglichkeit, einen kleinen Teil des Parkes zu sehen. Dort steht ein besonderer Baum, der aussieht wie ein Schirm und der für die Region typisch ist. Von diesem Park sind wir dann ins Stadtzentrum gelaufen und haben uns dort noch umgeschaut. Unser Plan für Dienstags war es, einen Nationalpark außerhalb der Stadt anzusehen, in dem aber im Juni oder so ein Vulkan ausgebrochen war und deswegen war er gesperrt. Aber es gab eine Möglichkeit für uns zumindest einen Teil dieser Landschaft zu sehen, denn dort gibt es verschiedene Bauern, die Milch produzieren und jeden Morgen fährt dann ein kleiner Laster dort hin und holt die Milch ab. Das blöde daran war, dass wir schon vor 5 Uhr morgens losgefahren sind und es ziemlich kalt war, da das auch kein normaler Laster war, sondern einer, in den von beiden Seiten Luft einkommt, denn er hat keine Fenster. So hab ich auf dem Hinweg ziemlich gefroren und konnte leider auch nicht mehr so gut noch ein bisschen Schlaf nachholen. Irgentwo auf dem Weg war es dann so, dass wir rausgelassen wurden und ein Stück gelaufen sind und dann von dem Laster wieder eingeholt wurden. Das ganze lag ein Stückchen höher (ca. 4000 m) und daher war alles ziemlich karg und es sind nur Kakteen gewachsen. Auch dort war die Stille wieder beeindruckend.

"Schirmbaum"

der verschneite Vulkan

Am selben Abend bin ich dann wieder nach Bogota zurück gefahren, um dann meine restlichen Sachen zu packen, noch die letzten Weihnachtsgeschenke einzukaufen und umzuziehen.