meine letzte Reise VIII

Dann war ich auch schon wieder auf dem Rückweg und hab die Tage nochmal an mir vorbei ziehen lassen.  Inzwischen fühlt sich die ganze Reise schon wieder ziemlich weit weg an und ich kann es fast nicht glauben, dass es wirklich passiert ist.

Aber ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich super glücklich und zufrieden bin, dass ich es gemacht hab. Hier in Bogota war ich ja die ganze Zeit eigentlich am Nichtstun und warten, ob ich endlich ein Praktikum finde und da war die Reise super, um endlich auf andere Gedanken zu kommen und von den Zweifeln, wann es endlich was wird mit dem Praktikum.

Es war auch unglaublich, bei dieser doch sehr anderen Hochzeit dabei zu sein. Das alles hautnah zu erleben war schon sehr schön und auch meine Familie wieder zu sehen habe ich sehr genossen (nicht zu vergessen die ganzen Sachen, die ich von meiner Familie aus Deutschland bekommen habe).

Als ich am Ende dann wieder in Bogota ankam war ich erleichtert und froh, denn es war schon etwas stressig mit den ganzen Flügen. Das Resultat der Reise war dann am Ende auch, dass ich das Wochenende ausgiebig zum Schlafen genutzt habe und sonntags erst um 16 Uhr aufgestanden bin. Jedoch war ich trotz allem sehr überrascht, dass sich der Jetlag in Grenzen gehalten hat. Wahrscheinlich war es durch die lange Zeit im Flugzeug und auf den ganze Flughafen ein komplettes Durcheinander für meinen Körper, sodass er geschlafen hat, immer dann wenn ich ihm die Möglichkeit gegeben habe und ansonsten war er halt wach. =)

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Meine letzte Reise VII

Leider ist dann auch schon der letzte Tag für mich in Malaysia angebrochen, den wir aber früh begonnen haben, um auch was davon zu haben. Es gab im Hotel ein großes Frühstücksbuffet, jedoch war für uns die Auswahl recht klein, da wir weder Reis noch Hühnchen zum Frühstück wollten. Davon hatten sie reichlich da, nur von anderen Sachen davon leider weniger.

Danach ging es los und zuerst sind wir mit dem Zug für 1 Ringit pro Person (ca. 0,25€) für eine halbe Stunde zu den Batu Caves gefahren. Das sind 2 riesige Höhlen, die natürlich entstanden sind und in denen jede Menge religiöser Rituale durchgeführt werden. Davor steht eine riesige Budda – Statue, die die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht, wenn man dort in der Gegend ist.

Batu caves 8

Direkt daneben sind auch noch die „Dark Caves“ durch die wir eine Führung gemacht haben. Dort leben sehr viele verschiedene Tierarten und vor allem eine Menge Fledermäuse. Außerdem sind auch eine Menge Tropfsteine in der Höhle zu finden und an einer Stelle haben wir dann alle die Taschenlampen ausgemacht und es war wirklich komplett dunkel. Außen um die Höhlen herum sind auch eine Menge Gebilde, die wir in Deutschland als richtig hässlichen Kitsch empfinden würden.

Danach ging es wieder zurück nach Kuala Lumpur und wir sind hoch auf den KL-Tower, den Fernsehturm der Stadt, um einen schönen Überblick zu bekommen. Er ist höher als der höchste Fernsehturm Deutschlands (der in Berlin) und da wir gelaufen sind, sind wir erstmal gefühltermaßen einmal unten auf der Straße eine Runde um den Turm gelaufen bis wir einen Weg nach oben gefunden haben. Oben angekommen sind wir dann natürlich mit dem Aufzug hochgefahren und haben dann eine Runde gedreht. In jede Richtung hängt dann ein Foto Von Kuala Lumpur, auf dem die wichtigen Gebäude eingezeichnet sind. Es ist sehr interessant sich diese anzuschauen, denn die waren vom Jahre 2000 und man hat dann doch gut gesehen, wie sich die Stadt verändert hat und immer neue und modernere Hochhäuser dazu gekommen sind.

Als wir wieder runter sind ging es zu Fuß weiter. Wir sind am Platz der Demokratie (zumindest glaube ich, dass er das war), denn schon vom KL-Tower hat man die riesige Malaysia-Fahne gesehen.

KL Tower 3

Auch sind wir an der Staatsmoschee vorbei, konnten jedoch nicht rein, denn es war gerade die Uhrzeit des Abendgebets. Also haben wir uns auf den Rückweg zum Hotel gemacht, um mein Gepäck zu holen. Für den ganzen Weg hatte ich nur leider nicht die richtigen Schuhe an, sodass meine Füße am Ende schon recht weh taten.

Mit meinem Gepäck sind wir dann wieder zum Bahnhof und haben uns dort noch mit meinem Bruder Ramon und Hidaya getroffen, die an diesem Tag wieder nach Kuala Lumpur gefahren waren, um dann die letzten Dokumente übersetzen zu lassen, damit Hidaya dann ihr Visum für Deutschland beantragen kann. Gemeinsam haben wir dann zu abend gegessen. Ich wollte noch einmal etwas typisches aus Malaysia und habe Hidaya deswegen gebeten, etwas für mich zu bestellen. Sie meinte, sie hätte gesagt, dass sie das Essen nicht so scharf machen sollen, aber davon hab ich nicht wirklich was gespürt, denn nach etwas mehr als der Hälfte hab ich dann aufgegeben, denn es war mir zu scharf.

Es war schön die beiden nochmal zu sehen und von ihnen noch ein paar Geschichten zu hören und auch von den Geschenken, die sie bekommen haben. Von den 300 Geschenken haben es ganze 15 auf den „kommt mit nach Deutschland-Stapel“ geschafft. Unter den nicht so tollen waren zum Beispiel 40kg Zucker, verschiedene nützliche Gegenstände doppelt, sodass es nur eins nach Deutschland schafft und ein riesen Haufen Gläser und ähnliches. Wir konnten uns also nochmal gemütlich austauschen, bevor es dann für mich schon wieder hieß Abschied zu nehmen. Da ich mit dem Zug zum Flughafen gefahren bin machten wir uns also auf den Weg zum Gleis und ich konnte es fast nicht glauben, dass es schon wieder vorbei war. Also hab ich mich verabschiedet und bin zum Zug, in dem Wissen, dass wenn ich nach Deutschland komme Hidaya schon dort sein wird.

Am Flughafen gab es dann ein kleines Problem, denn der Flug war etwas überbucht. Deswegen hat es etwas länger gedauert, aber das Resultat war, dass ich einen Economy-Comfort Sitz bekommen habe. Das sind die in den ersten Reihen, wo man ungefähr doppelt so viel Beinfreiheit hat wie bei den normalen Sitzen. Dagegen hatte ich natürlich nichts. Nachdem ich durch die Passkontrolle war hab ich dann noch ein supersüßes (im wahrsten Sinne des Wortes) Erinnerungsfoto gemacht, dass meinen Ausflug abgerundet hat.

KL 44

meine letzte Reise VI

Montags ging es dann leider mit dem Abschiednehmen weiter, denn ich bin mit Mama und Basti zurück nach Kuala Lumpur geflogen, um dort noch 2 Tage zu verbringen aber meine Schwester und ihr Mann sind von Kota Bharu aus auf eine Insel in der Nähe, um noch Urlaub zu machen. Es war schade, dass ich nicht so viel von ihr hatte, denn während der zwei Tage hatten wir eigentlich keine Möglichkeit, uns nur mal zu zweit zu unterhalten. Trotzdem bin ich froh, sie gesehen zu haben und freu mich dann um so mehr darauf, in Deutschland mal wieder mit ihr alleine was machen zu können.

Also ging es für uns drei mit dem Billig-flieger wieder nach Kuala Lumpur und dann mit dem Bus zum Bahnhof. Wir hatten eigentlich ein Hotel ganz in der Nähe, jedoch keine Ahnung, wie wir da hinkommen. Also haben wir uns ein Taxi genommen, das uns unschwer als Touristen erkannt hat und uns den dreifachen Preis zahlen lassen hat.

Da wir an dem Tag noch was von der Stadt sehen wollten sind wir dann mit der U-Bahn noch zum KLCC gefahren, dem größten Einkaufszentrum der Stadt, das direkt am Fuße der Petronas Twin-Towers ist. Abends gibt es davor auch noch eine schöne Wasser-Lichtershow, die wir uns angeschaut haben. Obwohl es auch schon recht spät abends war, war es immernoch sehr warm draußen, aber auch angenehm.

Twin Tower 6

meine letzte Reise V

Sonntags ging das Feiern dann weiter, denn in Malaysia feiert man eigentlich 3 Tage lang die Hochzeit. Einmal die Zeremonie, einmal bei der Braut und Einmal beim Bräutigam zu Hause, was in unserem Fall aber (bisher) noch nicht möglich war. Die Feste müssen nicht an dem jeweils darauffolgenden Tagen stattfinden, aber bei uns hat sich das angeboten. Also wurden wir Sonntags abgeholt und am Anfang hieß es, dass Ramon uns auch abholt, denn eigentlich kommt der Bräutigam zusammen mit seiner Familie an, wurde bei uns aber auch wieder verworfen. Dafür kam er dann zu den Nachbarn, wo wir auch geparkt hatten und wir haben so getan, als ob wir zusammen ankommen. Hidaya hat dann auch am Eingang gewartet und uns begrüßt. Das Brautpaar hatte wieder traditionelle Kleidung an, beide in einem blau-grün. Es gab kurz zwei Ansprachen, eine von Hidayas Vater und eine von meiner Mutter, in denen sie sich bei den Gästen für das kommen bedankt haben und den Kindern viel Glück gewünscht haben. Es war ziemlich ergreifend.

Danach sind wir in das Haus, denn dort war wie ein Sofa aufgebaut, auf dem das Brautpaar Platz genommen hat und dann haben wir ihnen irgentetwas in die Hand gegeben (irgentwelche Kräuter oder so), dass wohl Glück bringt und ihnen nochmal gratuliert. Als alle Familienmitglieder an der Reihe waren gab es dann auch noch ein Familienfoto, von uns Deutschen mit Hidaya:

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Dann gings zum Mittagessen über. Wir hatten einen extra Tisch für uns, der auch besonders geschmückt war. Essen haben wir auch ein anderes bekommen als alle anderen Gäste. Diese saßen nämlich in 2 Zelten. Eigentlich gab es strickte Trennung zwischen dem Männer und dem Frauen Zelt, denn es gab in beiden Zelten eine getrennte Essensausgabe. Jedoch waren die Schilder verschwunden und deswegen hielten sich einige nicht daran und auch Familien saßen lieber zusammen, als an getrennten Tischen. Da insgesammt ja auch ca. 700 Gäste über den ganzen Nachmittag verteilt kamen, kam das ganze halt etwas durcheinander. Die Gäste werden von den Eltern der Braut eingeladen, um zu zeigen, dass sie ihre Tochter „unter die Haube gebracht haben“ und sie kann dann noch ein paar Freunde dazu einladen. Deswegen wurde für diesen Tag auch rund 100 kg Fleisch und Hühnchen vorbereitet. Die Gäste waren meist auch nur zum Essen da, also weniger als eine Stunde, denn dann mussten sie Platz für die nächsten machen. Da man am Ende auch noch ein Erinnerungsgeschenk an das Fest bekam konnte man es sich entweder abholen oder man bekam es an den Tisch geliefert, was soviel hieß wie dass man lange genug da war.

Nach dem Essen ging es dann daran, die Torte anzuschneiden. Das ganze ist aber eher symbolisch und für die Fotos, denn die Torte ist so richtig süß und babig, dass man bei der Hitze überhaupt keine Lust hat, überhaupt etwas davon zu essen. Selbst in Deutschland wäre die Torte garantiert nicht der Favorit unter den Kuchen.

Das Programm war dann soweit vorbei, auch wenn die ganze Zeit immer wieder neue Leute kamen und Hidayas Familie deswegen nie zur Ruhe kam, denn sie mussten alle begrüßen und auch verabschieden. Der Fotograf war dabei, die ganze Zeit Fotos zu schießen. Sein Ziel waren ja 800 Fotos von diesem einen Tag. Für uns hieß es dann aber auch irgentwann, dass wir wieder los gehen sollten, damit wir nicht wieder so lange im Stau stehen. Also haben wir uns von der Familie verabschiedet und uns nochmal für alles bedankt, denn so schnell sehen wir sie auf jeden fall nicht wieder. Sie wollten ja erst nach Deutschland kommen, „wenn es etws besonderes gibt…“

Zum Abendessen ging es danach wieder zu Pizza-Hut, worüber ich mich nicht unbedingt gefreut habe…

meine letzte Reise IV

Heute kommt der Beitrag zu einem der wichtigsten Tage meiner Reise, über den vielleicht manche schon im Blog meines Bruders Bastian, in seiner Sichtweise beschrieben, gelesen haben. Es ist der offizielle Teil der Hochzeit.

Der Termin wurde gewählt, weil ein paar Tage zuvor Ramadam zu Ende war und deswegen alle bei ihren Familien zu Hause waren um Hari Raya, also das Ende vom Fasten feierten. Für uns als Touristen war das jedoch nicht der beste Zeitpunkt, denn es war auf den Straßen immer sehr viel los und am ersten Morgen mussten wir unser Frühstück auch bei Burger King einnehmen, denn ansonsten hatte noch nichts offen.

Nach dem Frühstück wurden wir dann abgeholt und es ging zur Moschee, wo wir aber die ersten waren und deswegen noch warten mussten. Es war sehr heiß und aufgrund der Trauung in der Moschee hatten wir Frauen auch eine besondere Kleiderregel. Die Röcke mussten unsere Knie auch im Sitzen bedecken und man durfte weder einen Ausschnitt tragen, noch die Schultern zeigen. Außerdem mussten wir während wir in der Moschee waren auch die ganze Zeit ein Kopftuch aufziehen.

Als wir da so warteten haben wir auch eine Runde um die Moschee getrehtHPIM5672

und uns die anderen Leute angeschaut. Es wurden nämlich 3 oder sogar 4 Hochzeiten um die gleiche Uhrzeit angesetzt und danach gilt das Motto „wer zuerst kommt malt zuerst“ und wird als erstes Verheiratet. Geheiratet wird auch in traditioneller Kleidung und das Brautpaar ist immer in weiß. Als Ramon und Hidaya dann da waren sind wir in die Moschee (natürlich ohne Schuhe) und kamen als zweite dran, da Ramon sich erstmal anschauen wollte, wie das ganze funktioniert. Währenddessen haben wir im hinteren Teil geredet, manche haben telefoniert und das ganze während der Zeremonie eines anderen Paares. Als wir dann soweit waren haben wir in 2 Grüppchen vorne Platz genommen. Die Männer haben sich um Ramon und den Imam herum gesetzt und wir Frauen saßen etwas abseits wodurch dann leider nichts zu hören war. Die Trauung selbst hat auch nur ca. 15 Minuten gedauert und Hidaya wurde nur einmal kurz mit einbezogen, um die Urkunde zu unterschreiben, was aber genaugenommen nichteinmal nötig ist, denn man kann als Frau auch einfach verheiratet werden, wenn der Vater der Braut einverstanden ist. Man kann also als Frau auch heiraten, ohne selbst an der Zeremonie teil zu nehmen. Bei dieser Hochzeit jetzt war das glücklicherweise jedoch nicht der Fall und beide waren anwesend und sahen glücklich aus.

Danach ging es nach draußen für ein paar Fotos. Erst kamen Gruppenfotos dran

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und danach noch Fotos mit Geschwistern, Eltern und so weiter. Die Ringe wurden auch erst hier draußen ausgetauscht, denn das gehört nicht mit zur Zeremonie. Normalerweise erhält die Frau einen goldenen und der Mann einen silbernen Ring, da Ramon aber hier ein bisschen deutsche Tradition haben wollte bekam Hidaya 2 Ringe, einen goldenen und einen silbernen, damit sie ein paar gleiche Ringe haben.

Das Brautpaar ist dann noch an der Moschee geblieben um Fotos zu machen und wir wurden mit zu Hidayas Familie genommen, um dort zu Mittag zu essen, was aber nicht unbedingt üblich ist. Dort wollten wir eigentlich auf das Brautpaar warten, um mit ihnen gemeinsam zu essen, wo uns dann aber über Ramon klar gemacht wurde, dass man das nicht macht, denn die Familie konnte auch nicht mit essen anfangen, wenn die Gäste noch nichts essen.

Nachdem die beiden dann auch kamen, gegessen haben und wir uns noch etwas unterhalten haben ging es zurück und sie haben uns noch etwas von Kota Bharu gezeigt. Doch auch hier machte sich Hari Raya bemerkbar, denn so ziemlich alles (Museen, Märkte, …) war geschlossen und wir konnten es nur von außen betrachten. Also sind wir zurück zum Hotel und nachdem Ramon und Hidaya wieder gefahren sind um für den nächsten Tag noch einiges vorzubereiten ging es für uns zum Abendessen wieder sehr traditionell zu Pizza-Hut.

meine letzte Reise III

Jetzt kommt der Beitrag zum 3. Teil/Tag meiner Reise. Es ging von Amsterdam zum Zielland meines Reise und zwar nach Malaysia.

Erstmal ging es nach Kuala Lumpur, denn zu meinem eigentlichen Ziel gab es keinen Direktflug. Also kam ich am internationalen Flughafen an und war erstmal sehr beeindruckt. Der Flughafen hat einen kleinen Dschungel mitten im Zentrum, den man auch besichtigen kann und da er aus zwei Gebäuden besteht (eines für Langstrecken- und eines für Kurzstreckenflüge) musste ich erstmal mit dem Verbindungszug (!) zum anderen Gebäude fahren, denn dort war die Gepäckausgabe und auch die Einreise. Leider konnte ich meine Familie dort noch nicht treffen, denn sie war auf Grund eines vergessenen Passes (…) nochmal zum Flugzeug zurück. Da ich aber auch nicht wusste, dass wir zur selben Zeit ankamen hab ich auch keine Ausschau nach ihnen gehalten, denn für mich ging es weiter. Ich musste mit einem Bus zum Flughafen der Billigflieger, der etwa 30 min. entfernt liegt.

Als ich auf den Bus gewartet habe habe ich schonmal einen ersten Eindruck der Temperatur in Malaysia bekommen, es war verdammt warm. Leider hat das mit dem Bus auch nicht so geklappt, wie gedacht, denn ich kam recht spät an dem anderen Flughafen an und dort wurde mir gesagt, dass die Gepäckabgabe schon geschlossen ist. Da ich aber nur einen Reiserucksack dabei hatte war das ganze nicht so schlimm, denn der hat gut in das Handgepäckfach gepasst und es ist glücklicherweise auch nicht aufgefallen, dass es eigentlich mein Koffer war, denn ich musste nichts mehr dafür bezahlen.

Dann ging die Reise weiter, aber erst nachdem wir ca. 30 min wegen technischen Problemen warten mussten. Als ich das hörte war ich nicht so begeistert, aber später hab ich mitbekommen, dass technische Probleme auch heißen können, dass der Pilot noch nicht da ist oder sowas. Also ging es dann nach Kota Bharu, dem Ziel der Reise, denn dort sollte die Hochzeit meines Bruders stattfinden. Angekommen bin ich dort um 19 Uhr Ortszeit, also nach einer Reise von ca. 45 Stunden, aber zum Glück war ich nicht ganz so fertig.

Am Flughafen musste ich noch kurz warten, bis meiner Bruder mit seiner Zukünftigen (Hidaya) kam und wir dann erstmal noch in einem Restaurant gewartet haben, bis der restliche Teil der Familie ankam. Da hab ich dann auch schon den ersten Eindruck von malayischen Getränken bekommen. Ich hatte einen Tee-Tarik, der mit gesüßter Kondenzmilch gemacht wird und verdammt süß ist. Doch es war schön, mit den beiden ein bisschen alleine zu sein und reden zu können, denn nach ca. 30 minuten kam dann der Rest meiner Familie an, also mein anderer Bruder, meine Schwester mit ihrem Mann und meine Mama. Irgentwie gefühltermaßen ein sehr unwirkliches Familientreffen, denn die Umgebung war so fremd, dass es sich ganz anders angefühlt hat wie im Winter, als ich in Frankfurt ankam. Liegt bestimmt auch daran, dass die Hauptaufmerksamkeit und die ganze Vorfreude bei der bevorstehenden Hochzeit ware, sodass andere Sachen einfach Vorrang hatten und dass mein Papa nicht mit dabei war. Jedoch war es schön, alle in den Arm zu nehmen und das hab ich auch genossen =)

Da die Familie von Hidaya uns auch noch begrüßen wollte am Flughafen warteten wir noch auf sie und nach einem kurzen hallo mussten sie auch schnell zum Abendgebet gehen und wir waren für eine kurze Weile unter uns. Die Begrüßung der Familie fiel auch anders aus wie man das so gewohnt ist. Erstmal trugen alle Frauen ein Kopftuch aufgrund ihrer Muslimischen Religion und die Männer der Familie haben und Frauen auch keine Hand gegeben, was am Anfang etwas irritierend war.

Doch nachdem Abendgebet ist die Familie wieder nach Hause gefahren und wir wurden in 2 Autos zu unserem Hotel gefahren. Glücklicherweise sidn die Autos und Gebäude klimatisiert, denn draußen ist es wirklich sehr warm.

Abends sind wir noch Essen gegangen (sehr traditionell bei Pizza-Hut)  und danach sind Ramon, Hidaya und deren Schwester nach Hause, denn sie mussten für den nächsten Tag noch einiges Vorbereiten und sind dann auch schnell schlafen, was nach der langen Reise echt gut tat.

meine letzte Reise II

Nach der Hitze in Panama ging es dann am Abend mit dem nächsten Flieger weiter nach Amsterdam, wo ich nochmal 8 Stunden Aufenthalt hatte. Auch hier wollte ich eigentlich etwas von der Stadt sehen, aber nachdem ich beim Anschauen der Zugpläne nichts verstanden habe wurde die Idee gleich wiedere verworfen. Nur als ich die Station „Enschede“ gesehen habe kam mir kurz die Idee, das ich ja nach Münster fahren könnte, aber von der Zeit her hätte sich das wohl auch nicht gelohnt.

Also bin ich etwas auf die Dachterrasse hoch und da hat man schon an den ganzen Fliegern erkannt, in welchem Land man ist, denn der ganze Flughafen stand fast ausschließlich voller KLM Flugzeuge. Das ist schon nochmal anders als lauter Lufthansa-Flieger in Frankfurt.

Da der Flughafen aber schön groß ist gibt es auch verschiedene Ecken, die ganz schön sind. Es gibt superbequeme Liegen, eine Ecke, wo alles mit Sofas voll steht und zum Glück konnte ich auch aus dem internationalen Teil des Flughafens raus, um mich überalll etwas umzuschauen.

Zwar verging die Zeit nicht sonderlich schnell, aber ich konnte es aushalten. Als dann gegen 21 Uhr mein Weiterflug war, war ich doch sehr überrascht, dass es immernoch so hell draußen war. Bei dem Tageslicht in Bogota von 6 – 18 Uhr bin ich das schon gar nicht mehr gewohnt und da ich das letzte Mal im Winter zu Hause war ist das auch kein Vergleich.

Der weitere Verlauf meiner Reise wird dann im nächsten Eintrag weitergeführt =)